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Thrower oder Flooder?

Thrower versus Flooder im Vergleich

Thrower versus Flooder im Vergleich

Wer sich für eine hochwertige LED Taschenlampe interessiert, wird früher oder später mit einer entscheidenden Frage konfrontiert werden. Diese Frage lautet: Thrower oder Flooder?

In diesem Artikel möchten wir einmal beleuchten, was diese beiden Begriffe eigentlich bedeuten und für welche Zwecke die jeweiligen Arten geeignet sind.

Thrower LED Taschenlampe

Mit dem Begriff Thrower (Werfer) bezeichnet man eine Taschenlampe, die von ihrer Leuchtcharakteristik her auf große Distanzen ausgelegt ist. Diese Ausrichtung führt dazu, dass der Spot des Lichtkegels relativ klein, dafür aber extrem fokussiert und und kräftig daherkommt.

Mit einer solchen Taschenlampe können Objekte in weiter Ferne ausgeleuchtet werden. Thrower erreichen bereits in kleiner Bauform mit nur einem 18650 Akku Leuchtweiten von um die 300 Metern. Größere Modelle weit darüber hinaus.

Wer mit einer solchen Thrower LED Taschenlampe breitere Flächen ausleuchten möchte, muss sich auf viel Bewegung im Handgelenk einstellen, da der fokussierte Lichtstrahl dieser Lampen gleichzeitig immer nur eine relativ kleine Fläche ausleuchten kann.

Der Lichtstrahl von lupenreinen Throwern kann in seiner gebündelten Form aus der Ferne gelegentlich wie ein großes Laserschwert wirken, das weitreichend die Dunkelheit durchschneidet.

Charakteristisch für das Leuchtbild eines Throwers ist ein kleiner und heller Spot mit wenig bis gar keinem Spill.

Zur Begriffserklärung:
  • Der Spot einer Taschenlampe ist der helle Mittelpunkt des Lichtstrahls.
  • Spill bezeichnet man den deutlich schwächer ausgeleuchteten, äußeren Bereich des Lichtstrahls.

Thrower Taschenlampen machen viel Spaß und liefern einen beeindruckend hellen Spot und enorme Reichweiten.

Vorteile

  • Heller und kräftiger Spot
  • Enorme Reichweite
  • Hoher Spaßfaktor

Nachteile

  • Schlechte Ausleuchtung des Nahbereichs
  • Schmaler Lichtstrahl

Das Gegenteil von Thrower nennt sich Flooder.

Einsatzmöglichkeiten für Thrower: Suchdienste, Beobachter, Fotografen, Jäger, Sicherheitsdienste, Strafverfolgung, Taschenlampen Fans, etc.

Flooder LED Taschenlampe

Mit dem Begriff Flooder (Fluter, bzw. Flutlicht), bezeichnet man Taschenlampen, die von ihrer Leuchtcharakteristik her auf eine breite und möglichst gleichmäßige Flächenausleuchtung ausgerichtet sind.

Flutlichter kennt man meist als Beleuchtungsanlagen für große Flächen wie Fußballfelder, öffentliche Plätze, Häfen und Industrieanlagen. Auch an Bahnhöfen kommen solche Flutlichter zum Einsatz.

Bei Floodern geht es also darum, eine Fläche im Nahbereich bestmöglich in ihrer ganzen Breite auszuleuchten.

Flooder LED Taschenlampen weisen meistens nicht den von Throwern bekannten konzentrierten Spot auf, sondern leuchten mehr in die Breite. Bei manchen Modellen sind jedoch auch Spot und Spill sichtbar, die sich jedoch nicht deutlich voneinander abgrenzen und meist keine extremen Unterschiede in der Helligkeit aufweisen.

Bei leistungsfähigen Floodern ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, wie hell und breit eine nahegelegene Szenerie auf Knopfdruck ausgeleuchtet werden kann.

Auch Flooder machen eine Menge Spaß.

Einsatzmöglichkeiten für Flooder: Wanderungen, Waldspaziergänge, Camping, Werkschutz, Sicherheitsdienste, Grundstücksüberwachung, Fotografen, Verwendung in Haus und Wohnung, Gassi gehen mit dem Hund, Taschenlampen Fans, etc.

Das Gegenteil von Flooder nennt sich Thrower.

Vorteile

  • Sehr gute Nahbereich Ausleuchtung
  • Breiter Lichtkegel
  • Hoher Spaßfaktor

Nachteile

  • Schlechte Reichweite

Beispiel für eine Flooder LED Taschenlampe

Eine sehr gute und astreine LED Taschenlampe mit Flooder Charakteristik ist die Klarus G20. Mit maximal 3000 Lumen erreicht diese Lampe eine enorme Helligkeit mit sehr breiter Flächenausleuchtung. Allerdings wird hierbei nur eine maximale Leuchtweite von 150 Meter erreicht.

Bereits an diesen Werten kann man erkennen, dass es sich hierbei um einen Flooder handelt.

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Allrounder LED Taschenlampe

Allrounder Taschenlampen sind eine Mischung aus Thrower und Flooder. Solche Taschenlampen zeigen keine sehr deutlich ausgeprägte Leuchtcharakteristik in die eine oder andere Richtung.

Ein leistungsfähiger Allrounder verfügt über eine relativ gute Reichweite und gleichzeitig über eine relativ gute Flächenausleuchtung.

Für die meisten Anwender dürfte ein solcher Allrounder zunächst das passende Gerät sein. Kommen später spezielle Anforderungen hinzu, kann immer noch nachgerüstet werden.

Diese speziellen Anforderungen werden ohnehin meistens erst identifiziert, wenn man bereits eine Taschenlampe im Einsatz hat. Dann merkt man recht schnell, ob es lieber weiter, breiter oder heller sein soll.

Auswirkungen in der Praxis

Auch wenn es vielleicht etwas zu trocken wirkt, sich mit den speziellen Eigenschaften der einzelnen LED Taschenlampen zu befassen, so ist es doch meistens lohnenswert. Denn in der Praxis – und dazu kauft man sich eine Taschenlampe – ergeben sich deutliche Unterschiede.

Die “falsche” Taschenlampe kann zu Nachteilen und Enttäuschungen führen.

Schaut man in erster Linie nur auf bestimmte Leistungswerte der Taschenlampe und lässt sich zum Beispiel ausschließlich von hohen Lumen Werten beeindrucken, dann kann es passieren, dass die Lampe bei hoher Einstellung im Nahbereich einen extrem hellen und kleinen Spot erzeugt. Hier hat man sich offensichtlich für einen Thrower entscheiden.

Dieser Spot kann dann so hell sein, der er den Halter der Taschenlampe blendet. Die Folge davon ist, dass sich die Pupillen der Augen verengen und weniger Licht durchlassen. Somit hat man dann genau das Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich bezwecken wollte, nämlich für eine helle Umgebung und gute Sicht zu sorgen.

Aber auch der umgekehrte Fall kann zu Enttäuschungen führen. Nämlich dann, wenn eine lupenreine Flooder LED Taschenlampe zwar den Nahbereich schön hell und gleichmäßig ausleuchtet, man damit aber nicht mehr sein eigentliches Ziel in 200 Metern Entfernung sehen kann.

Fazit

Es lohnt also auf jeden Fall, sich vor dem Kauf einer LED Taschenlampe kurz damit zu beschäftigen, für welchen primären Einsatzbereich die Lampe verwendet werden soll. Sind die eigenen Anforderungen bekannt, kann gezielt nach einem geeigneten Modell Ausschau gehalten werden.

Auf keinen Fall sollte man sich von Slogans wie “Die hellste Taschenlampe”, “Die beste Taschenlampe” oder ähnlichem blenden lassen.

Wie viele andere Artikel auch, ist eine LED Taschenlampe ebenso wie eine Taktische Taschenlampe ein Tool, das auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sein sollte. Nur so erzielt man den höchsten Nutzen.

Je mehr man sich mit verschiedenen LED Taschenlampen und deren unterschiedlicher Leuchtcharakteristik beschäftigt, desto eher wird man feststellen, dass es ohnehin nicht die eine Taschenlampe gibt, die für jeden Zweck ideal geeignet ist.

Möchte man verschiedene Szenarien möglichst perfekt und leistungsstark abdecken, sind aus diesem Grunde meist mehrere Taschenlampen von Nöten.

Und schon hat man ein neues und wunderbares Hobby entdeckt: LED Taschenlampen.


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Kommentare

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[…] sich für die hauptsächlichen Unterschiede zwischen Thrower und Flooder interessiert, findet in unserem verlinkten Artikel weitere Informationen zum […]

Antworten

ᐅ Die hellste Taschenlampe – Taktische Taschenlampe 9. August 2017 um 13:33

[…] vermutlich leuchten wird, und welche Leuchtcharakteristik sie aufweist, ob sie also eher Thrower oder Flooder […]

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[…] unseren beiden Artikeln Thrower oder Flooder und Durch die Nacht mit Thrower und Flooder findest du bereits viele Informationen zu diesen beiden […]

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